22.05.2010
Noch kurz zu gestern, das Wetter besserte sich nicht mehr und ab Mittag begann einer nach dem anderen seinen Flieger abzubauen - so auch wir. Gegen 16 Uhr sind wir dann von Leszno weggefahren, übergab am Abend in Bamberg den Flieger und um halb vier Uhr morgens waren wir wieder zu Hause.
Ich kann leider nicht mehr zum Wettbewerb sagen, ausser, dass ich da ganz sicher wieder hinfahren werde, denn ich möchte die fantastischen Bedingenung (das weiß ich aus Erzählungen) selbst erleben will. Es soll so sein, wie letztes Jahr in Litauen, nur noch besser.
21.05.2010
Gestern war zum Erstenmal seit einer Woche am Nachmittag die Sonne zu sehen. Um 16 Uhr wurde der Tag aber neutralisiert, weil die Basis nur bei 650 m lag. Jan und ich, und einige andere, wir haben dann trotzdem einen Start gemacht. Nach zwei oder drei Aufwinden sind dann aber die meisten abgesoffen. Die Operationshöhe war bei dieser Basis doch sehr bescheiden. Ich brauchte dreimal den Motor. Spätestens 200 m unter der Basis musste ich entscheiden, ihn zu starten. In dieser Situation, wenn man keinen Flugplatz unter sich hat, sicher ein Nachteil.
Heute ist das Wetter wie schon die ganze Woche, richtig besch...eiden. Jetzt ist einmal Briefing.
11.00 Uhr. Nun, es tröpfelt leicht und wir warten bis 14 Uhr. Wenn ich beim Fenster so raus schau, dann siehts eher schlechter aus als gestern zur selben Zeit. Sollte sich die Sonne durchsetzten, dann wird die Basis zwar etwas höher sein, um 150 m, aber dafür überentwickelt es ein wenig früher.
20.05.2010
Was soll ich nur heute hineinschreiben, ohne dass es nicht wieder gleich klingt, wie die Tage zuvor. Rund um das Wettbewerbsgebiet hat sich zwar die Wetterlage verändert und von Nordosten soll sich ein Hoch hereindrücken. Heute soll der beste Tag der Woche sein. Es ist aber bedeckt, zwar heller als die Tage zuvor, aber wie die Sonne aussieht, oder wie es sich anfühlt, wenn es warm ist, wissen wir schon fast nicht mehr. Wir warten einmal bis 14 Uhr bis zur nächsten Entscheidung.
12.00 Uhr. Obwohl es etwas lichter wird, Hektik kommt keine auf. Die eine oder andere Kabinenhaube ist offen, das ist aber auch schon alles. Janusz Centca, der Lokalmatador meint, dass die Wettbewerbsleitung eventuell eine Grid-Übung machen möchte, aber mit Fliegen, ausser im lokalen Bereich, würde eher nichts werden. Na, dann warten wir halt (wieder) einmal.
19.05.2010
Bis um 3 Uhr am Morgen hat es recht stark geregnet. Beim Frühstück nur noch leicht und jetzt nach dem Briefing regnets nicht mehr. Wir warten bis 13 Uhr. Nach dem Sattelitenbild schiebt sich ein Loch mit dünnerer Bewölkung in unser Gebiet. Diese Luftmasse ist nur sehr labil. Heute wurde schon verkündet, dass am Freitag, wenn bis dahin nichts mehr draus wird, dann am Abend die Schlussveranstaltung sein wird.
14.15 Uhr. Der Tag ist längst gecancelled. Die Wetterlage ist unverändert, nur der starke Wind hat nachgelassen. So hoffen und warten wir auf morgen.
18.05.2010
Es ist ähnlich wie gestern, bedeckt und windig. Zum Regnen hat es aber aufgehört. Heute wurde der Tag gleich beim Briefing neutralisiert. Die Aussichten für morgen lassen hoffen, dass wir wenigstens die Flieger einmal an den Start stellen können und die Wettbewerbsleitung sprach sogar vom Fliegen oder so. Na, dann schau´ma mal.
17.05.2010
Uns geht es richtig gut am FLugplatz in Leszno. Viele Sitzen im trockenen Restaurant beim Flugplatzhotel. Da ist der Fernseher eingeschaltet und den ganzen Tag schon wird von den großen Überschwemmungen im Südosten des Landes berichtet. Wetterbestimmend sind nachwievor die Tief´s zwischen der Ostsee und dem nördlichen Griechenland, eingekeilt vom Hoch über Westeuropa und einem Hoch über dem nordosten Europas. Die Einheimischen meinen, dass dies nicht so besonders gut sei und könne sich noch ein Monat so hinziehen. Kommt aber eh nur alle 15 Jahre so in dieser Form vor. Nur blöd, dass dies heuer so ist.
Einige haben sich die Vorhersagen genauer angesehen und daraufhin, die Koffer gepackt.
16.05.2010
Beim Frühstück waren wir recht zuversichtlich, die Sonne blinzelte durch die Wolken und es wurde immer heller – leider nur für einen kurzen Moment. Am Weg zum Flugplatz war es einfach nur saukalt, bedeckt und sehr windig. Das Briefing war ernüchternd und auf Besserung keine Aussicht. Bis 13 Uhr wurde seitens der Wettbewerbsleitung zugewartet und dann hieß es aufstellen. Was einem aber eher wie eine Übung vorkam, denn der kalte Nordwestwind wurde stärker und die 8/8 Bewölkung immer dunkler. Übrigens, in Finnland sollte es grad 30°C im Schatten haben. Um 14.30 wurde der Tag dann neutralisiert.
Der für heute versprochene Regen soll dann morgen kommen – hoffentlich, denn dann ist doch Aussicht auf Besserung.
15.05.2010
Die Eröffnungszeremonie fand noch im Trockenen statt. Die polnische Fahne wurde gehisst und alle die einigermaßen singen konnten, sangen bei der Nationalhymne mit. Um 10 Uhr war dann das Briefing, aber schon bald darauf begann es leicht zu nieseln. Um 14 Uhr wurde der Tag neutralisiert. Die Vorhersage für morgen und übermorgen und …, es soll sich richtig einregnen. Na ja, vielleicht irren sich doch auch einmal die Meteorologen. Aber egal, welches Vorhersagemodell man sich ansieht, diesmal sind sich alle einig.
14.05.2010
Gestern haben wir den Flieger aufgebaut, gewaschen und poliert. Zwischendurch wurde es richtig schön, aber am Abend war der Himmel über Leszno wieder bedeckt. Heute war nichts mit Fliegen. Seit dem Nachmittag regnet es. Es sieht ähnlich aus, wie auf der Hahnweide.
Jetzt haben wir dann das Eröffnungsbriefing und morgen soll es nach der Eröffnungszeremonie losgehen, wenn sich das Wetter an die Vorhersage hält.
Vom 15.05. - 23.05.2010 findet die Polinsche Meisterschaft (Offene Klasse) in Leszno stat.
Wir fahren am 12.05. Richtung Polen und holen am Weg dort hin die ASW 22 BLE ab. Ich hoffe, diesmal mehr Zeit zu finden, um den einen oder anderen Bericht inkl. Fotos hier herein zu stellen.
13.05.2010
Nach 14 Stunden Fahrt sind wir gut in Leszno angekommen. Wir machten einen kleinen Umweg über Würzburg, um den Flieger zu holen.
Ob ich heute zum Fliegen komm ist eher ungewiss, da im Laufe des Tages die Front auch über uns hinwegzieht. Zurzeit hängt noch dicker Nebel herum.
