Föhnflug 30.11.2009

 

Eine extreme Wetterlage mit ebensolchen Flugbedingungen. Aufwinde in Rotor und Welle von über 4 m/s, manchmal auch über 8 m/s. Die Bedingungen am Hang extrem turbulent.

 

Abfahrt von zu Hause bei leichtem Regen und das um fünf Uhr am Morgen. Dann Aufbau der Flieger im Morgengrauen. Rudi kam direkt aus Graz, sein Copilot mit dem Flieger aus Linz.

 

Nach dem Ausklinken kam ich vom Hangwind am Grimming gleich direkt in die Welle. Hier beim Flug über Niederöblarn ein kurzer Blich nach Osten, ...

 

... und hier der Blick nach Westen (Kammspitz, Stoderzinken, Dachstein,).

 

Genau dieser Linie entlang nach Westen fiel ich immer wieder von einer Welle in den nächsten Rotor. Der Wind kam zu sehr von Westen und so stand hinter jedem höheren Nord- Südausläufer ein kleine Welle.

 

Hier, südöstlich von Zell/See stand ich dann an dichterer Bewölkung und ...

 

... und flog dann wieder Richtung Osten (links vor mir der Dachstein).

 

Ok, das könnte jetzt überall sein. Ich bin hier über dem Palten-Liesingtal, vorm Gößeck.

 

Der Blick Richtung Süden über Trofaiach ins Murtal. Hier war dann auch bald Ende, denn ab dem Tragösser Tal war die Wolkendecke geschlossen. Gegen den Wind zurück nach Westen hatte ich alle Mühe, bei starkem Fallen diese Lücke wieder zu erreichen. So musste ich dann vorm Gößeck im Hangwind in 1600 m wieder anfangen. Ganz einfach und ziemlich schnell - mit kanpp 10 m/s - ging es vom Hangwind und Rotor wieder in die Welle. So etwas habe ich noch nie zuvor erlebt.

 

Die Linie entlang, genau über dem Palten-Liesingtal, trug in der Welle sehr gut (2 m/s bei 200 km/h IAS). Erst vor Aigen fiel ich dann aus der Welle in den nächsten Rotor.

 


Hier nun noch ein paar Bilder, am Weg nach Zell/See  (ein zweites mal) und zurück nach Niederöblarn. Dann wollte ich die restlichen zwei Tagesstunden die Strecke noch im Hangwind verlängern. Doch nach 10 Minuten habe ich abgebrochen. Es war wahnsinnig turbulent - und mir dann ebenso schlecht. Ich wagte es nicht, zu nahe an den Hang zu gehen. Es ging oft unvermutet mit mehr als 6 m/s hinunter. Das war mir zu gefährlich. Aber dieser Flug war ein tolles Erlebnis mit unglaublichen Eindrücken.